In-Ear Kopfhörer schädlich? Experten sehen keine Gefahr!
Das Aufkommen der so genannten In-Ear Kopfhörer animierte so manchen Kopfhörer-Nutzer zu regelrechten Begeisterungsstürmen. Endlich war man nicht mehr auf die klobigen Bügel-Kopfhörer angewiesen. Doch wie bei nahezu allen Innovationen wurde auch bei den In-Ear Kopfhörern von Anfang an über mögliche Risiken für die Träger diskutiert. Könnte ein übermäßiger Musikkonsum über viele Stunden zu einer ernsten Gefahr für das Gehör werden? Auch heute noch stellen sich Käufer in spe diese wichtige Frage. Schließlich soll Musikhören ein Genuss und kein Gesundheitsrisiko darstellen.
Ergonomische Anpassung zum Wohle der Gesundheit
Allen teils waghalsigen Spekulationen zu diesem Thema zum Trotz sollte man sich erst einmal vor Augen führen, um welche Art Produkte es sich bei den besagten In-Ear Kopfhörern überhaupt handelt. Gemeint sind mit diesem Begriff Modelle, die mit kleinformatigen Ohrstöpseln ausgestattet sind. Diese übertragen den Schall eben nicht von der Ohrmuschel aus, sondern werden direkt in die Gehörgänge eingeführt werden. In der Regel gehören mehrere paar der Silikonaufsätze zum Lieferumfang, so dass jeder Hörer die ideale ergonomische Ausrichtung erreicht. Die störende Musikübertragung nach außen ist durch In-Ear-Kopfhörer nahezu ausgeschlossen.
Zu viel Lärm ist schädlich – In-Ear-Modelle helfen
Wie bei allem schönen Dingen gilt auch hier die goldene Regel: Natürlich können In-Ear-Kopfhörer Gehörschäden verursachen, wenn ständig Musik in maximaler Lautstärke konsumiert wird. Dauerhafter Lärm ist nun einmal Gift fürs menschliche Ohr, selbst wenn es sich dabei um die Lieblingsmusik handelt. Und diese stete Lärmbelästigung schädigt früher oder später auch das Trommelfell und andere Teile des Gehörs wie etwa die Haarzellen. Schlimmstenfalls führt dies zu chronischen Schädigungen. Und auf diese Problem weisen Mediziner vor allem junge Musikkonsumenten immer wieder hin. Denn gerade Jugendliche „gönnen“ ihren Ohr vielfach immer und überall eine regelrechte Dauerbeschallung.
Weniger Außengeräusche – geringere Lautstärke durch In-Ears
In-Ear-Kopfhörer können aber in diesem Zusammenhang durchaus einen positiven Effekt haben. Einerseits statten viele Hersteller ihre Produkte mit einer maximalen Dezibel-Leistung (DB) aus. Auch die Endgeräte wie MP3-Player verfügen zunehmend über eine Drosselung der Höchstlautstärken. Andererseits erscheint die Musik im Ohr durch diese speziellen Modelle vielfach direkter und lauter. Und dies führt dazu, dass mancher Hörer automatisch auf die fortgesetzte Anhebung der Lautstärke verzichtet. Auch die gute Abschirmung gegen Umgebungsgeräusche durch die Positionierung der Ohrstöpsel beugt in der Regel der Neigung zu unnötig hohen Lautstärken vor!
Das Gehör braucht ab und an einfach Ruhe!
Abschließend ist aus technischer und medizinischer Sicht vor allem eines zu sagen: In-Ear-Kopfhörer haben grundlos mit ihrem schlechten Image zu kämpfen. Faktisch sind alle Kopfhörer-Modelle wohl gleichermaßen gesund oder schädlich. Der verantwortungsvolle Umfang mit Geräten und Gehör ist das A und O für dauerhaft uneingeschränkten Musikgenuss. Und dazu gehört vor allem eines: Richten Sie Ihren Ohren zuliebe auch beim Einsatz von In-Ear-Kopfhörern regelmäßig längere Ruhezeiten ein, in denen sich das Gehör erholen kann!